Die Landesinitiative NRW: NEUES LERNEN hat in den vergangenen Jahren Projekte ausgezeichnet, die sich besonders kreativ mit den vielfältigen Möglichkeiten der Medienarbeit auseinandergesetzt haben. Der Erfolg des Gesamtprojektes entstand durch die spannenden Beiträge der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die zu uns kamen.
Nun ist es an der Zeit, dass interessante Veranstaltungen und Aktionen zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern kommen. Um dies zu erreichen, präsentiert NRW: NEUES LERNEN Regionalprojekte zum Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, die die Möglichkeiten von Medienarbeit mit den Prinzipien der Nachhaltigkeit verbinden.
Die Vereinten Nationen haben die Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung 2005 – 2014“ ausgerufen. In diesem Zeitraum sollen Aktionen, Projekte und Kampagnen organisiert werden, die zur Bildung für nachhaltige Entwicklung und damit zur Erhaltung der Welt für jetzige und künftige Generationen beitragen. In Deutschland ist die Deutsche UNESCO-Kommission für die Koordination der Aktionen zuständig. Ihr zur Seite steht ein Nationaler Runder Tisch, der die beteiligten Organisationen und Einrichtungen repräsentiert.
Auch NRW ist bereits im Rahmen der Dekade aktiv. Im vergangenen November etwa hat das NRW-Umweltministerium den Aktionsplan „Zukunft Lernen“ veröffentlicht. Mehr zum Thema Nachhaltigkeit auf den Seiten der Dekade.
Die Landesinitiative NRW: NEUES LERNEN möchte sich mit Aktionen und Projekten ebenfalls an der Bildung für nachhaltige Entwicklung beteiligen. Dazu widmet sich NRW: NEUES LERNEN in diesem Jahr vor allem der Präsentation regionaler Veranstaltungen zu verschiedenen Aspekten des Themas. Unter dem Motto „NRW denkt nachhaltig“ werden über die Internetplattform www.nrw-neueslernen.de ca. 30 regionale Veranstaltungen und Aktionen in ganz NRW vorgestellt, die zwischen Juni und Oktober dieses Jahres stattfinden und sich inhaltlich mit Themen der Nachhaltigkeit bzw. mit der Bildung für nachhaltige Entwicklung auseinandersetzen. Dies können Workshops, Lesungen, Exkursionen und andere Aktionen rund um das Thema „Nachhaltigkeit“ sein.
Neben klassischen Nachhaltigkeitsthemen, die sich der Umwelt, Energiewirtschaft, sozialen Gerechtigkeit und Zukunftsgestaltung widmen, sind auch solche Inhalte denkbar, die sich auf Fragen der zukünftigen Gestaltung der Wissensgesellschaft konzentrieren. Inhaltlich sollen die Projekte unterschiedliche Lern- und Lehraspekte berühren; dies können Themen wie „Zukunft der Schule“, „Ich in meiner Umwelt“, „Lernen für Morgen“, „Beruf und Freizeit“ oder spezifischere Medienfragen sein.
Projekte, in denen Kinder und Jugendliche für die sozialen, ökonomischen und ökologischen Folgen ihres Handelns sensibilisiert werden und in denen das hierzu erforderliche Wissen vermittelt wird, gehören ebenso in diesen Bereich wie z. B. das gemeinschaftliche Anlegen eines Biotops, die Gestaltung eines Naturpfades, das Sammeln von Spenden für Projekte in den wirtschaftlich schwächsten Ländern der Welt oder Lernpartnerschaften für Seniorinnen und Senioren. Mehr zu den zu vermittelnden Kompetenzen auf den Seiten von Transfer 21.
Über NRW: NEUES LERNEN sollen die Initiativen und Projekte ganz unterschiedlicher Veranstalter der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Interessenten aus vielen verschiedenen Zielgruppen überall in NRW haben auf diese Weise die Möglichkeit, sich umfassend über Angebote aus ihrer Region zu informieren und sich zu Veranstaltungen anzumelden.
Wichtig ist bei der Bildung für nachhaltige Entwicklung, dass nicht in erster Linie abrufbares Wissen, sondern vielmehr Kompetenzen vermittelt werden, die den/die Einzelne(n) befähigen und motivieren, die Zukunft aktiv und eigenverantwortlich mitzugestalten.
Diese Kompetenzen sollen die Menschen in die Lage versetzen, die Lebensqualität der gegenwärtigen Generation zu sichern und gleichzeitig zukünftigen Generationen die Wahlmöglichkeit zur Gestaltung ihres Lebens zu erhalten (aus dem Bericht der Brundtland-Kommission von 1987). Mehr zu den zu vermittelnden Kompetenzen auf den Seiten von Transfer 21.
Interessierte Einrichtungen und Initiativen, wie z. B. Schulen und Bibliotheken, Jugend-, Weiterbildungs- und Kultureinrichtungen sind herzlich eingeladen, sich mit ihren Veranstaltungen bei NRW: NEUES LERNEN 2007 vorzustellen. Das Projektteam von NRW: NEUES LERNEN hilft – bei Bedarf – bei der Akquise von Teilnehmer(innen) für die Veranstaltung und unterstützt die lokale oder regionale Pressearbeit. Diejenigen Veranstalter(innen), die zu ihrer Aktion eine Dokumentation (etwa eine Text-Bild-Dokumentation, eine Website, einen Film oder ein Podcast) erstellen und bei NRW: NEUES LERNEN veröffentlichen, nehmen damit an einem Wettbewerb teil.
Am Thema Nachhaltigkeit interessierte Gruppen und Einzelpersonen, Schulen, Kinder und Jugendliche, Senioren, in der (Weiter-)Bildung Tätige sowie freie Projektgruppen sind ihrerseits eingeladen, sich zu den unterschiedlichen Veranstaltungen anzumelden, an ihnen teilzunehmen, gemeinsam zu arbeiten, neue Ideen zu entwickeln und Gelerntes umzusetzen. Auch sie können sich dazu entscheiden, das Gelernte und Erfahrene im Nachgang zur Veranstaltung in einer Medienarbeit umzusetzen und die daraus entstehenden Beiträge (Text-Bild-Dokumentationen, Websites, Podcasts, Kurzfilme etc.) in den Wettbewerb einreichen.
Die aus den vergangenen Jahren bekannten Einzelwettbewerbe gibt es bei NRW: NEUES LERNEN in dieser Form nicht mehr. Dennoch sind Projektgruppen und Einzelteilnehmende weiterhin aufgerufen, sich bei NRW: NEUES LERNEN anzumelden, um auf der Plattform ihr Projekt zu präsentieren. Inhaltlich sollen sich auch diese Projekte mit dem Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ auseinandersetzen. Die eingesetzten Medien sollen zur Erarbeitung der Projektziele, zur reinen Präsentation von Projektinhalten oder zum Erwerb von Kenntnissen über das jeweilige Medium selbst dienen. Auch hier werden die kreativsten Beiträge prämiert.
Obwohl der Wettbewerb in diesem Jahr nicht mehr im Mittelpunkt steht, möchte NRW: NEUES LERNEN diejenigen, die sich besonders kreativ und engagiert an der Umsetzung der Ziele beteiligt und herausragende Arbeit auf regionaler Ebene geleistet haben, mit einer Auszeichnung würdigen. Prämiert werden