Soziale nachhaltige Entwicklung: Ein ethischer Grundsatz der Nachhaltigkeit lautet, dass jede Generation ihre Aufgaben lösen muss und sie nicht den kommenden Generationen aufbürden darf.
Dazu gehört besonders im sozialen Bereich die Frage nach Generationengerechtigkeit, Vorbeugung von Armut und sozialem Zusammenhalt. (vgl: http://www.bundesregierung.de/... ).
Soziale nachhaltige Entwicklung behandelt die Um- und Neustrukturierung von sozialen Sicherungssystemen, Vorbeugung von Armut und sozialer Ausgrenzung, und hat das Ziel, allen Bevölkerungsschichten Chancen zu eröffnen, sich an der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung zu beteiligen. Um dieses Ziel zu erreichen, spielt vor allem die Vermittlung von sozialem Wissen und sozialen Kompetenzen eine entscheidende Rolle.
Um diesen Zielen ein Stück näher zu kommen, gehören auch eine nachhaltige Politik und die Sensibilisierung der Gesellschaft für verantwortungsvolles und nachhaltig bedachtes Handeln zu den Kernelementen einer nachhaltigen Entwicklung.
Soziale nachhaltige Entwicklung bedeutet auch: „Förderung einer demokratischen, gesunden, sicheren und gerechten Gesellschaft, die sich auf soziale Integration und Zusammenhalt stützt, die Grundrechte und die kulturelle Vielfalt achtet, die Gleichstellung von Männern und Frauen gewährleistet und Diskriminierung jeglicher Art bekämpft.“ (EU-Strategie 2006 - http://register.consilium.europa.eu/pdf/de/06/st10/st10117.de06.pdf).
Neue Wege gehen, kulturelle Vielfalt erleben und gestalten, sozialen Zusammenhalt gemeinsam entwickeln und intensivieren und nicht zuletzt Lebensqualität für ein gesundes Leben zu sichern; dies sind Aufgaben und Verantwortungen jedes einzelnen Menschen in unserer heutigen Zeit (vgl. http://www.nachhaltigkeit.info/artikel/nachhaltigkeitsstrategie_528.htm).
Um diese Ansätze weiter zu verfolgen, findet sich im Veranstaltungskalender von NRW: NEUES LERNEN eine Reihe von Aktionen, die sich mit sozialen Themen auseinandersetzen.
Warum sollte man sich also nicht einmal mit seiner Umgebung bewusst auseinandersetzen und dokumentieren, in welchem sozialen Umfeld man sich bewegt?
So gibt es gleich in mehreren Städten in NRW Aktionen für junge Menschen, die anregen, sich mit seinem Alltag und Umfeld auf eine neue Art und Weise auseinanderzusetzen. Videoaktionen zum Thema „Alltag aus meiner Sicht“ in Wuppertal, Münster, Rheine und anderen Städten ermöglichen es beispielsweise Jugendlichen, ihre Lebenswelt darzustellen.
Informationen zur Veranstaltung
Auch interessant ist die Frage danach, wie es anderen Menschen und Gruppen in unserer Gesellschaft geht. Wie können Menschen- und Grundrechte nachhaltig gesichert werden?
Die Tagung „Ohne Papiere, ohne Schutz und voller Angst“ beschäftigt sich deshalb mit dem Thema „Menschen in aufenthaltsrechtlicher Illegalität“. So zielt gerade diese Thematik im Besonderen auf die Frage der Menschenrechte. „Wer glaubt, in Deutschland hätten alle Menschen selbstverständlichen Zugang zu den Menschenrechten, sieht sich mit schier unglaublichen Notlagen konfrontiert.“
Informationen zur Veranstaltung
Wer mehr wissen möchte über Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, ist zum Beispiel bei der FerienAkadmie Politik bestens aufgehoben. Denn nachhaltige soziale Entwicklung beinhaltet auch den aktiven Umgang mit gesellschaftlichen und politischen Fragen. In einer demokratischen Gesellschaft geht es auch um politische Mitbestimmung: „Wir wollen zeigen, wie du selbst politisch aktiv werden kannst. Dazu gehört, sich eine Meinung - vielleicht - erst zu bilden, sie zu begründen und überzeugend vertreten zu können. Und dazu gehört auch, gemeinsam mit anderen nach der besten Lösung zu suchen.“
Es gibt noch viele weitere Ideen und Möglichkeiten, sich aktiv in die Bildung sozialer nachhaltiger Entwicklung einzumischen und mitzugestalten.
Bildung ökologischer Nachhaltigkeit ist ein Hauptziel der nachhaltigen Entwicklung. Die neue EU-Strategie für nachhaltige Entwicklung definiert folgende Ziele für den Umweltschutz: „Bewahrung der Fähigkeit der Erde, das Leben in all seiner Vielfalt zu beherbergen, Achtung der Grenzen ihrer natürlichen Ressourcen und Gewährleistung eines hohen Maßes an Umweltschutz und an Verbesserung der Umweltqualität; Vermeidung und Verringerung der Umweltverschmutzung sowie Förderung nachhaltiger Produktions- und Konsummuster, um Wirtschaftswachstum und Umweltbeeinträchtigungen voneinander zu entkoppeln.“ (http://register.consilium.europa.eu/pdf/de/06/st10/st10117.de06.pdf)
Eine ökologisch nachhaltige Lebensweise bedeutet, natürliche Rohstoffe nur auf Dauer und im Rahmen ihrer Fähigkeit zur Regeneration zu nutzen. Damit der Mensch seine Umwelt nicht mehr in diesem großen Ausmaße belastet, sollen Menschen für das Thema Umwelt und Natur noch stärker sensibilisiert werden.
Dazu gehört genauso eine effiziente Nutzung von Energie und verstärkte Nutzung von erneuerbaren Energiequellen, die das Klima schützen und die Emission der Treibhausgase verringern. Auch Zivilgesellschaft und Politik sind gefragt, neue Rahmenbedingungen für die Energie-, Umwelt- und Wirtschaftspolitik zu schaffen. So sollten entstehende Umweltkosten in Planung und Preispolitik einbezogen werden (vgl. http://www.bundesregierung.de/...).
Auch die umweltverträgliche Produktion von Lebensmitteln, ein Umdenken und eine Neustrukturierung von Konsumverhalten sind Themen der ökologischen Nachhaltigkeit. Zudem gewinnen gesundes Essen und gesunde Ernährung an Bedeutung und damit auch der vorsorgende Verbraucherschutz.
Nicht nur im Bereich Energie und Konsumverhalten sind wir auf Bildung von Nachhaltigkeit angewiesen: Auch beim Erhalt von biologischer Vielfalt, bei der nachhaltigen Bewirtschaftung empfindlicher Ökosysteme und umweltfreundlicher Nutzung von neuen Technologien sowie in vielen anderen Bereichen müssen neue Wege entwickelt werden, um eine nachhaltige Entwicklung sicher zu stellen (vgl. http://www.agrar.de/agenda/index.htm ).
Um diese Ideen der Nachhaltigkeit umzusetzen, gibt es in unserem Veranstaltungskalender eine Reihe von Aktionen, die diese Themen aufgreifen. So gibt es die Möglichkeit, Vorträge zu Themen wie u. a. Landwirtschaft, Umwelt und erneuerbare Energien zu besuchen und neue Ideen und Inputs zu erhalten. Diverse Veranstaltungen sind auch darauf ausgerichtet, selbst aktiv an der Bildung von nachhaltiger ökologischer Entwicklung teilzunehmen. Warum sollte man also nicht einmal für sich überprüfen, wo und wie man Energie nutzt? Oder herausfinden, woher eigentlich die ganzen Lebensmittel und Produkte kommen, die wir so alltäglich konsumieren, und wie sie produziert werden?
Einige Ideen, wie man Energie nachhaltig gewinnen und nutzen kann, zeigt das NaturGut Ophoven in Leverkusen. So bietet das NaturGut u.a. einen Vortrag über Heizen mit Holz. Auch das Kinder- und Jugendmuseum EnergieStadt bietet vielfältige Möglichkeiten, mehr über Energie und Energieverbrauch zu lernen, um so praktische Ideen für eine nachhaltige ökologische Entwicklung zu bekommen. Im Bereich „Dokumentationen“ finden Sie einen Bericht unseres Außenreporters über das NaturGut Ophoven.
Informationen
zur Veranstaltung
Bericht des Außenreporters
Benjamin (PDF, ca 505 kb)
Nachhaltige ökologische Entwicklung findet auch im Alltag statt, so bietet die Veranstaltung „Fächerübergreifende Nutzung des Schulgeländes – Gehölze im Schulgelände“ neue Ideen und Anregungen, wie das direkte Umfeld für naturwissenschaftliche oder künstlerische Fächer genutzt werden kann. In einem Workshop soll „das Bewusstsein für den Natur- und Umweltschutz in der Bevölkerung“ geweckt werden.
Informationen zur Veranstaltung
Neben den sozialen und ökologischen Säulen bildet die Ökonomie die dritte Säule des Dreiecks der Nachhaltigkeit.
Ökonomische Bildung der nachhaltigen Entwicklung beinhaltet die Förderung einer umweltverträglichen Produktion einerseits und diverse Aspekte des nachhaltigen Wirtschaftens andererseits. Dazu gehört die Förderung verantwortungsbewusster Unternehmen genauso wie eine enge Kooperation zwischen Staat und Unternehmen (vgl. http://www.nachhaltigkeit.info/artikel/konomische_ziele_808.htm).
Um die Ziele der nachhaltigen Entwicklung voranzutreiben, ist die Öffnung des Zugangs zu umweltfreundlichen Technologien zu günstigen Bedingungen sinnvoll. Dies ist verknüpft mit einer flächendeckenden Förderung von Forschung, Entwicklung und Anwendung umweltfreundlicher Technologien. Dadurch wird eine umweltverträgliche und ökonomisch effiziente nachhaltige Entwicklung geschaffen. Ideen der stärkeren Produktverantwortung der Unternehmen und eine nachhaltig produzierende Industrie sind weitere Bestandteile dieses Themenkomplexes (vgl. http://www.nachhaltigkeit.info/artikel/konomische_ziele_808.htm).
Nachhaltige Entwicklung bedeutet auch finanzpolitische Stabilität. Durch ein ausgeglichenes Wirtschaften in unserer heutigen Zeit wird den nachfolgenden Generationen Gestaltungs- und Entscheidungsfreiheit (zurück-)gegeben.
Nachhaltiges Arbeiten und die Bildung von Nachhaltigkeit betreffen zudem nicht nur uns und unsere Region, sondern alle Teile und Menschen der Welt. Deshalb zielt eine nachhaltige ökonomische Entwicklung auch auf die Einführung umweltverträglicher Produktionstechniken weltweit.
Bildung nachhaltiger ökonomischer Entwicklung betrifft alle Beteiligten in unserer Gesellschaft, wie bspw. Unternehmen, Verbände, Politik, zivilgesellschaftliche Akteure, Arbeitnehmer und Arbeitgeber und auch die einzelnen Bürger.
Die neuen EU-Strategie hebt deshalb auch die „Förderung einer blühenden, innovationsfreudigen, wissensstarken, wettbewerbsfähigen und ökologisch effizienten Wirtschaft, die in der gesamten Europäischen Union einen hohen Lebensstandard, Vollbeschäftigung und eine hohe Qualität der Arbeitsplätze gewährleistet“, hervor
(http://register.consilium.europa.eu/pdf/de/06/st10/st10117.de06.pdf).
Ein Ziel sollte sein, das eigene (auch unternehmerische) Handeln zu überdenken, auf Kriterien der Nachhaltigkeit zu prüfen und gegebenenfalls zu ändern. Dass nachhaltiges Wirtschaften schon am Morgen mit der Tasse Kaffee oder Tee beginnt, lässt sich beispielsweise am Thema fairer Handel feststellen. Es sind aber auch Ideen gefragt, die nachhaltiges ökonomisches Handeln ermöglichen.
Im Veranstaltungskalender von NRW: NEUES LERNEN findet sich eine Reihe von Aktionen, die sich mit der Thematik der nachhaltigen ökonomischen Entwicklung auseinandersetzen.
Globale Auswirkungen unseres täglichen Kaffeekonsums zeigt beispielsweise der Dokumentarfilm „Schwarzes Gold“. Er „zeigt das Netz von Abhängigkeiten in einer Weltwirtschaft, wo reiche Länder ihre Landwirtschaft großzügig subventionieren und dadurch die Preise – zum Schaden der südlichen Herstellerländer – niedrig halten“. Der Film zeigt, dass soziale und ökonomische nachhaltige Entwicklung eng miteinander verbunden sind.
Informationen zur Veranstaltung
Dass ökonomische Aspekte durchaus ökologische Aspekte beeinflussen, zeigt die Veranstaltung „Mein Schnitzel pupst und frisst den Regenwald?!“. Immer größere Nachfrage nach kostengünstigem Fleisch beeinträchtigen den größten Urwald der Welt. Eine nachhaltige ökonomische Entwicklung, nachhaltige wirtschaftliche Konzepte und ein Umdenken des Verbrauchers könnten helfen, Ökosysteme zu schützen.
Informationen
zur Veranstaltung
Bericht
des Außenreporters Benjamin (PDF, ca 100 kb)
Auch regional gibt es viele Möglichkeiten, ökonomische nachhaltige Entwicklung zu fördern. Die bundesweite Aktion „Tag der Regionen“ will unter dem Motto „regional und fair“ dazu beitragen, den Erhalt und die Belebung regionaler Wirtschaftskreisläufe zu fördern. In Dortmund etwa findet in diesem Rahmen ein bunter Markt statt, der vom Agenda-Arbeitskreis „Bildung und Schulen“ in Kooperation mit zahlreichen Partnern durchgeführt wird.